Die Episoden

Was
ID-Software mit
Quake vorlegte, kann man nur als genial bezeichnen. Während
Quake 2 eine Art Quake-Klon in der Zukunft ist und
Quake 3: Arena nur für Multiplayer interessant ist, spielt
Quake im Mittelalter. Es gibt insgesamt 4 Episoden, wobei sich jede Episode von den Umgebungen stark unterscheidet - so trifft man zum Beispiel in der ersten Episode auf mittelalterliche Festungen, in Episode 4 gibt es hingegen vor allem Labyrinthe. Wer alle 4 Episoden erfolgreich absolviert, der steht im Endlevel, wo er es mit dem 2. (vorletzten) Boss aufnehmen muss.

Was mir persönlich an
Quake besonders gefällt, ist die Tatsache, dass es auch öfters Fallen gibt (gibt es in
Quake 2 nur extrem selten) - da kommt schon mal eine Wand auf einen zu und man muss zusehen, wo man rauskommt. Noch etwas: Mit den beiden Mission Packs "Scourge Of Armagon" und "Dissolution of Eternity" wäre das Game doppelt so lang - Mission Pack 1 hat drei Episoden, Mission Pack 2 hat zwei. Allerdings stammen die Mission Packs nicht direkt von
ID-Software (Hiptnotic, Rogue),
Quake schon.
Technik, Grafik, Tuning und Sound
Im Gegensatz zu
Duke Nukem 3D bot
Quake etwas Neues - die Modelle sind nicht mehr Sprites, sondern echt in 3D (also 3D-Gitter-Modelle), wodurch alle Gegner besser aussehen und sich nicht mehr jeder Gegenstand automatisch in deine Richtung ausrichtet (d.h. bei Sprites konnte man immer nur eine Seite sehen).

Grafisch macht
Quake einen sehr guten Eindruck, vor allem wenn man GLQuake (im Patch 1.09 enthalten) verwendet und dieses noch "tunt". So kann man beispielsweise mit den Befehlen "r_wateralpha 0.7" und "r_novis 1" das Wasser transparent machen und mit "r_shadows" Schatten einstellen, sowie mit "r_dynamic 1" und "r_flashblend 0" bessere Lichteffekte erzielen. Alle diese Befehle einfach im ID1-Verzeichnis unter autoexec.cfg abspeichern. Wen die kleinen Unregelmäßigkeiten bei den Schatten stören, der sollte das inoffizielle GLQuake 1.13 verwenden, welches auf GLQuake 0.97 basiert. Mit GL Quake kann man das Spiel in 16-Bit-Farben spielen (die 32-Bit-Einstellung dient nur der Kompatibilität und verbraucht mehr Ressourcen, das Game hat trotzdem nur 16 bit - also bei GL Quake 16 bit verwenden, wenn möglich).
Hier eine optimale Autoexec - damit bietet das Spiel mehr Effekte.
showturtle 1
+mlook
sensitivity 8
scr_conspeed 1000
rate 5142
noaim 1
noskins 0
gl_texturemode GL_LINEAR_MIPMAP_LINEAR
gl_subdivide_size 2048
gl_flashblend 0
gl_triplebuffer
r_dynamic 1
r_shadows 1
r_wateralpha 0.7
r_novis 1
r_mirroralpha 0.3
Zu GL Quake sollte man eine Verknüpfung mit den Parametern
"-width 1152 -bpp 16 -heapsize 131072 -conwidth 1152 -exec autoexec.cfg"
Erstellen. Wenn es nicht geht: bpp 32 probieren bzw. die Auflösung ändern (width und conwidth), damit das Spiel wirklich gut läuft. Allerdings: die Methode mit dem transparenten Wasser kostet auf älteren Systemen viel Performance - eine viel aufwändigere, aber für ältere Systeme bessere Methode gibt es unter
www.inside3d.com/qip/q1/wasser.htm.
Wem das alles zu wenig ist, sollte auf "
http://tenebrae.sourceforge.net/ " vorbeischauen.

Da GL Quake auf 3dfx-Karten basierte, ist das Spiel auf herkömmlichen 3D-Karten viel zu dunkel. Abhilfe schafft
PlanetQuake.com (ganz unten). Dieses Problem kann man mit dem Tool IDGamma (hat keine Homepage mehr ) beheben. ID Gamma funktioniert auch unter Windows XP – man muss nur die "NT"-EXE verwenden, nicht "IDGAMMA".
Soundmäßig bietet auch
Quake einiges - als Begleitmusik gibt es besten Sound von "Nine Inch Nails", allerdings macht das Spiel auch ohne Sound gleich viel Spaß, da es viele Umgebungsgeräusche gibt. Die Fackeln knistern, der Wind pfeift...
Die Gegner, die Waffen

Die Gegner sind alle toll geworden und passen gut in die Umgebung - so gibt es zum Beispiel Dämonen, Ritter, riesige spinnenartige Wesen u.v.m. Die Künstliche Intelligenz ist zwar alles andere als gut, allerdings macht gerade dies das Spiel so gut. Wenn man irgendwo eine Waffe sieht, loszieht, um sie einzusammeln und plötzlich ein Monster vor dir steht, ist das schon beeindruckend. Waffen gibt es zwar nur wenige, trotzdem sind die doppelläufige Flinte und der Raketenwerfer dabei. Insgesamt gibt es zwei Endgegner. Der erste wartet am Ende der ersten Episode und der zweite am Ende des Spiels. Um den ersten zu erledigen, einfach zum Aufzug rennen, die zwei Pfeiler aktivieren und den Strom einschalten (evtl. wiederholen). Der Zweite ist da schon schwieriger (vor allem da man nicht weiß, wie man ihn besiegt).
Multiplayer

Bis zu 8 Leute können in
Quake 1 miteinander spielen. Die Levels sind meist nur adaptierte Singleplayerlevel. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem Singleplayer. Vom Mehrspieler-Part sollte man nicht zu viel erwarten. Wer heute
Quake übers Netzwerk spielen möchte, sollte sich Quake World ansehen (
www.quakeworld.net). Damit lässt sich das Game auch über das Inetrnet spielen. Der vorher genannte Tipp mit dem Wasser kann eventuell auch hier Performanceprobleme bereiten - in dem Fall einfach zur angegebenen Internetadresse gehen und das aufwändigere Verfahren verwenden (oder auf transparentes Wasser verzichten).
Kaufen

Kaufen kann man das Game derzeit nur mit Kreditkarte direkt auf der
ID-Software-Homepage. Sobald jedoch
Quake 4 rauskommt, dürfte eine Neuauflage der "Ultimate Quake Collection" erscheinen - dann kann man alle drei Quakes in einem Paket erwerben. Bis dahin kann man sich ja mal die Shareware ansehen. Und wer
Quake 1 gespielt hat wird mir zustimmen - irgendwie ist es schade, dass Quake 4 keine Neuauflage von Quake 1 wird. Schade, dass es die zwei Mission Packs zu Quake nicht mehr gibt - diese Level waren bedeutend schwieriger, boten neue Gegner und mehr Waffen.
Geschrieben von Richard (Dezember 2004)