Der Undercovercop

Ihr seid einer der besten Polizisten der Stadt. Plötzlich wird ein Freund von euch erschossen und es gibt nur wenig Hinweis auf den Täter. Ihr dürft den Fall nicht übernehmen und bekommt keinerlei Informationen. Daraufhin nehmt ihr die Sache selber in die Hand und forscht auf eigene Faust nach dem Mörder. Dabei landet ihr den verschiedensten Gegenden und u.a. auch im Gefängnis und versucht alles Menschenmögliche, um den Täter zu schnappen.
John Woo lässt grüßen

Das Gameplay ist ein kleiner Zwiespalt, denn es gibt zwar zahlreiche interessante Features, aber die Innovation und Abwechslungen fehlen. Positiv anzumerken ist dabei aber sicher das Kampfsystem. Es gibt nicht nur viele verschiedene Waffen, sondern auch absolut coole Kampf- und Entwaffnungsmoves. Euer Waffenarsenal umfasst dabei Pistolen, Revolver, eine Shotgun, eine Schnellschussshotgun, MG’s, Uzi’s, einen Flammenwerfer und einen Raketenwerfer. Doch das Beste sind die Moves. Unbewaffnet könnt ihr euch schlagend und tretend, in verschiedenen Combos durchsetzten. Außerdem könnt ihr euch gegen bewaffnete Gegner mit tollen Entwaffnungsmoves verteidigen. Diese hängen von der Waffe des Gegners und von der Angriffsrichtung ab. Hat der Gegner z.B. einen Revolver und ihr greift von hinten an, so dreht ihr den Arm des Gegners um, schmeißt die Waffe weg und brecht ihm mit einem lauten Knacken das Genick. In anderen Moves schmeißt ihr den Gegner in die Luft und bearbeitet ihn mit zwei Uzi"s.

Zusätzlich gibt es einen, mittlerweile aus
Max Payne bekannten, Bullet-Time-Modus. Dieser lässt sich nur im Sprung aktivieren und lässt euch in Zeitlupe durch die Gegend fliegen. Dazu kommt eine Zielhilfe, die durch drücken der rechten Maustaste aktiviert wird. Diese funktioniert auch in der Zeitlupe und hilft auch die Übersicht zu behalten. Hektisch wird es nur, wenn sehr viele Gegner gleichzeitig auftauchen, und das passiert schon mal. Die Zeilerfassung wirkt dann etwas störend, denn ohne diese trifft man nur schwer, aber mit ihr muss man jeden Gegner einzeln anvisieren.
Ein sehr interessantes Feature ist der Einsatz eures Kampfhundes. Gibt es einen Gegner in großer Entfernung, so setzt ihr euren Hund ein, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Ihr könnt ihr aber nur benutzten, wenn seine Ausdaueranzeige voll aufgeladen ist.
Das klinkt jetzt nach viel Action, was es auch hundertprozentig ist, aber auf Dauer wird es doch etwas eintönig, denn irgendwann hat man alle Moves hundertmal gesehen und auch genug, da diese nicht erweitert werden können, oder neue dazu kommen.
Als kleine Auflockerungen gibt es dann Autofahrten und Minispiele, wie z.B. Tanzen, Gewichtheben, Boxen, und mehr.
Ansonsten kann man sich nicht beklagen, denn mehr Action kann man nicht erwarten.
Spaßbremse: Grafik

Das größte Manko am Spiel eindeutig die Grafik. Auch wenn das Spiel im Herbst 2003 erschien, basiert es trotzdem auf der gleichen Grafik-Engine, wie die Xbox-Umsetzung aus dem Jahre 2002. Es gibt zwar zahlreiche Einstellungen, um die Grafik hochzuschrauben, aber selbst wenn man alles einschaltet und auf dem höchsten Detaillevel spielt, sieht es einfach nicht gut aus. Es fehlt einfach an Details. Bei den Charakteren, sowie der Umgebung. Zu wenig Polygone und zu wenig Abwechslung in der Gegnervielfalt stören ungemein. Die wenigen Effekte im Spiel sind zwar gut gestaltet, aber kommen zu selten zum Einsatz. Besser sind da die Animationen ausgefallen, denn die Charaktere wirken zumindest sehr lebendig und bewegen sich sehr real. Besonders die Moves zeigen hier Potenzial.
Was den Sound angeht gibt es eine ordentliche Leistung mit viel Bass und tollen, wenn auch manchmal etwas unspektakulären Effekten.