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Frauenheld
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Zum Operation: Matriarchy - Cover-ArchivIm November 2005 erschien der von Entwickler MADia produzierte Ego-Shooter Operation: Matriarchy für den PC. Weswegen dieses Spiel allerdings kaum jemandem ein Begriff sein sollte und warum das auch gut so ist, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Ich bin zuviel Mann für eine Frau
Wie so oft in Sci-Fi-Shootern kommt das Böse mal wieder aus dem All - diesmal in Form eines Virus, der auf dem Planeten Velian wütet und sich ausschließlich auf die weibliche Bevölkerung konzentriert. Heraus kommen mutierte und vollkommen in Rage geratene Frauen, die sich mordend durch den Weltraum schlachten. Als (natürlich männlicher) Paratrooper, einer Art Space Marine für Budget-Titel, geht der Spieler nun mit geladener Waffe im Anschlag auf Frauen-, bzw. Alienjagd.

Das Gameplay in Operation: Matriarchy ist absolute Standardkost und kaum einer Erklärung wert. Den Großteil des Spiels geht es durch Raumstationen, Höhlensysteme und Brutstätten, in denen das penetrante Nichtauftauchen von designtechnischer Abwechslung schnell auf die Nerven geht. zur Screenshot-Galerie von Operation: MatriarchyNatürlich kann von diesem Low-Budget-Game keine High-End-Grafik erwartet werden, aber was mit den gegebenen Mitteln erreicht wurde, kann sich ab und an sogar sehen lassen. Die Texturen sind zwar schön scharf, aber in vielen Levelabschnitten öde; zudem sehen die Böden und Wände, bevor wir sie mit Blut besudeln, wie frisch gewienert und gebohnert aus und lassen somit den Eindruck entstehen, die Aliens wären sauber; frisch aus der Waschmaschine. Aliens, die keine fiesen Experimente durchführen, sondern sich tagtäglich mit dem Wischmob durch die Gänge der USS Saubermann arbeiten. Ähnliches war schon in der geschnittenen Quake 4-Fassung (dt.) zu beobachten.

Die Animationen der Gegner(innen) geben leider auch wenig Anlass zur Freude: Hölzern und unbeholfen bewegen sich die mutierten Damen durch die Level und lassen jene Geschmeidigkeit, die das weibliche Geschlecht doch ausmacht, vollkommen vermissen. Zudem sind alle Einheiten etwas zu hektisch unterwegs – was daran liegen kann, dass das Spieltempo relativ hoch ist, die Spielanimationen aber nicht zu diesem Tempo passen – ein Teufelskreis.

Durch die bereits beschriebenen Level steuert ihr euren Helden standesgemäß mit den WASD-Tasten inklusive Maus. Hierbei offenbart zur Screenshot-Galerie von Operation: Matriarchysich eine weitere Schwäche des Budget-Titels: Die Steuerung ist ungenau bis schwammig, manche der umherflitzenden Gegner sind somit nur schwer vor die Linse zu bekommen. Auch passiert es in jedem Level mit unschöner Regelmäßigkeit, dass die Spielfigur an Ecken und Kanten der hässlichen Umgebung hängen bleibt.

Wenn wir schon beim Thema sind: Die Spielphysik ist als kaum vorhanden zu bezeichnen, das Ragdollsystem ist ein einziger (und auch noch schlechter) Witz. Leichen von getöteten Aliens bewegen sich teilweise noch nicht einmal, wenn in 30 cm Entfernung ein hochexplosives Fass hochgeht. Schlimmer ist es jedoch, wenn die hässlich-dicken Monster sterben: Für sie existiert sozusagen keine Sterbeanimation, weswegen man prinzipiell wertvolle Munition in die toten Viecher jagt, da sie tot genauso aussehen wie lebendig. Zudem sind die Trefferzonen mehr als nur fragwürdig: Es macht keinen Unterschied, ob Beine oder Kopf einer Bestie getroffen werden, denn es braucht immer gleich viele Treffer, bis das Ding ins Gras beist.

Ein paar Sätze müssen noch über die KI verloren werden: Sie ist bestenfalls als suboptimal zu bezeichnen. Wie in vielen Spielen zur Screenshot-Galerie von Operation: Matriarchyum die Jahrtausendwende und lange Jahre zuvor bewegen sich die Gegner praktisch nur auf direktem Wege auf unsere Spielfigur zu, ohne Deckung zu suchen oder unseren Schüssen auszuweichen. In diesem Sinne können gegnerische Einheiten auch in diesem Spiel nur durch ihre bloße Masse gefährlich werden, nicht durch ihre Taktik.

Extrem negativ fallen zudem die Soundeffekte aus, da das lachhafte Kreuchen der Sci-Fi-Waffen überhaupt nicht zu dem passt, was sich auf dem Monitor so abspielt. Eine musikalische Untermalung ist übrigens überhaupt nicht existent. Allerdings gibt es - und hier können sich alls Fans von trashigen EgoShootern wie Operation: Matriarchy freuen - eine inoffizielle Modifikation, die in 600 MB neue Sounds, Musikstücke, bearbeitete Bildschirmtexte und vieles mehr bietet. Ihr könnt die Dateien hier downloaden.

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1|Fz
>>> zum Fazit >>>

Datum: 11. Januar 2009
Plattform:
Nummer: 1085
Autor: Florian
Aufrufe: 790 mal gelesen


Durchschnitts-Wertung
der Shooterplanet-Redaktion

32%
Zum Fazit...

~ 16 Waffen
~ 18 Levels

+ großer Umfang

- miese Grafik
- miese Animationen
- miese KI
- langweilige Level
- Sound & Musik lachhaft
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