Der reinste Horror

Ihr seid ein verurteilter Mörder, der hingerichtet werden soll. Dabei beginnt das Spiel gleich mit eurer Einlieferung ins Hochsicherheitsgefängnis. Doch euer Aufenthalt ist nicht von Dauer, denn kurz nachdem ihr in der Einzelzelle gelandet seid und eure Gleichgesinnten vorgestellt wurde fängt es plötzlich an zu beben. Das Licht geht aus und die Wärter sind nicht in Sicht. In den Nebenzellen werden Mitgefangene von einem mörderischen Wesen getötet. Nacheinander verschwinden immer mehr, bis ihr der letzte seid. Dann seht ihr an eurem Tor einen kurzen Augenblick ein Monster vorbeirennen und das Tor fällt um. Nun seid ihr frei. Jetzt geht es erst richtig los. Ab diesem Moment beherrschen massenweise Monster, Halluzinationen, Dunkelheit und viel Blut das Spiel. Dabei ist euer einziges Ziel lebendig dieses Gefängnis zu verlassen.
Mörderisches Gameplay

Kurz nachdem ihr eure Zelle verlassen habt bekommt ihr schon eure erste Waffe. Sie steckt in einem eurer Nachbarn. Eine scharfe Klinge ist aber nur eine Waffe in dem Spiel. Zusätzlich gibt es im weiteren Verlauf noch eine Pistole, eine Shotgun und ein MG. Dazu kommen noch Granaten und ähnliche Wurfwaffen. Die ultimative Waffe kommt aber erst nach einiger Zeit zum Einsatz, denn dann ist es euch möglich eine Verwandlung in ein Monster zu vollziehen. Dabei werdet ihr doppelt so groß und mindestens doppelt so stark wie vorher. Dieser Modus ist aber nicht von langer Dauer und nicht immer einsatzbereit. Ab und zu kommt er auch unerwartet.

Worauf ihr im Spiel aber auch achten müsst ist die Dunkelheit, denn nicht selten kommt ein Gegner aus einem dunklen Gang hervorgesprungen. Um es euch aber wenigstens etwas durchsichtiger zu gestalten könnt ihr eine Taschenlampe einsetzten, die ihr an eurer Schulter befestigen könnt.
Des Weiteren gibt es in verschiedenen Situationen gewisse Halluzinationen bzw. Traumsequenzen, die euch zum Teil ziemlich überraschen dürften. Dabei erscheinen euch zum Beispiel acht Monster um euch, die kurz darauf wieder verschwunden sind. Die Zeit läuft dabei nur langsam voran und das Bild ist leicht verwischt.

Ein Highlight in dem Spiel sind auf jeden Fall die Gegner. Dabei hat sich kein anderer als der Monsterdesigner der „Alien“-Filme um das Charakterdesign der Kreaturen gekümmert. Besonders spektakulär ausgefallen ist dabei der „Slayer“. Dieser ist mit Messern an Armen und Beinen bewaffnet und begleitet euch das ganze Spiel über. Er ist besonders gefährlich, da er im Prinzip von überall kommen kann. Sei es von der Decke oder aus dem Boden. Dabei kann er auch an der Decke laufen und so auch sehr überraschend auftauchen.
Ein weiteres interessantes Feature ist die Möglichkeit von der 3rd-Person in die 1st-Person Ansicht zu ändern. Das macht sich besonders praktisch, wenn man mit Schusswaffen unterwegs ist, denn dann kann man in der Ego-Ansicht durchaus besser zielen. So wird das Spiel für eingefleischte FPS-Fans noch interessanter. Die Steuerung bleibt dabei immer sehr präzise, auch wenn man die Maus anfangs noch richtig einstellen muss.
Interessanter Weise ist anzumerken, dass die Umgebung sehr interaktiv gestaltet ist und so gut wie jedes Objekt sich in irgendeiner Art und Weise bedienen lässt. Sei es ein Telefon, aus dem mysteriöse Stimmen kommen, Schränke, die nützliche Items bergen, oder Videoanlagen, die ihr nutzen könnt, um euch zu orientieren.
Insgesamt bleibt das Gameplay durchweg spannend, auch wenn es im Laufe des Spiels sehr actionlastig wird. Und das Beste am Schluss: Je nach Spielverlauf gibt es drei verschiedene Spielenden.
Wunderschön böse

In Sachen Grafik weiß das Spiel ebenso zu gefallen, wie beim Gameplay. Die Charaktere sind sehr detailliert und lebendig gestaltet. Auch die Bewegungen sind sehr realitätsnah. Ebenso zeigt sich die Umgebung. Viele Texturen und Details lassen keine Langeweile aufkommen und sorgen für viel Abwechslung.
Auch an Effekten hat man nicht gespart und so wird der Spieler auch mit vielen wundervoll animierten Sequenzen belohnt. Dabei ist ein besonders witziger Effekt, dass sich euer Hauptcharakter nach nahen Kämpfen mit Blut bespritzt. Das für manchmal so weit, dass ihr vollkommen mit Blut überströmt seid. Ob das jetzt aber das Spielgeschehen fördert kann jeder für sich entscheiden...
Sound der Hölle

Auch beim Sound hat man sich einiges einfallen lassen. Besonders die Geräusche der Monster sind sehr gelungen und steigern die Spannung und die Atmosphäre gleichzeitig. Die Hintergrundmusik bleibt da eher dezent und zurückhaltend. Ganz im Gegenteil zu den restlichen Effekten, die mit passendem 3D-Sound noch besser aus den Boxen schallen. So hört man auch knarrende Holzlatten oder quietschende Türen, die einem alles andere als ein sicheres Gefühl vermitteln.