Revolution!
Anarchie, Chaos und Action. Das sind die eigentlichen Hauptaussagen des Spiels. Deshalb hat man sich in Sachen Story auch nicht allzu viel einfallen lassen. Stellt euch einfach vor, ihr lebt in einer ganz normalen Stadt und plötzlich herrscht das reinste Chaos. Menschen rennen verwirrt auf den Strassen, Gangs bilden sich aus, die Polizei geht mit härtester Gewalt gegen jede radikale Action vor und ihr seid mittendrin.
Action und Gewalt

Was sich auf den ersten Blick richtig gut anhört, wirkt auf Dauer leider eintönig und langweilig. Das Entwicklerteam von
Rockstar hat sich zwar Mühe gegeben die Atmosphäre aufregend zu gestalten, was ihnen auch gelungen ist, aber dafür sind die Missionen ziemlich stupide und teils unnütz schwer. Das Gameplay selber ist dabei sehr einfach gehalten und man findet sich schnell zurecht. Die Steuerung ist einfach, aber für das Geschehen im Spiel vollkommen ausreichend.

Wie schon gesagt sind die Missionen nicht gerade das Beste im Genre. So sind diese meist beschränkt auf Einsätze wie Päckchen holen und wegbringen, oder eine bestimmt Person ausschalten, oder eine der vielen Gangs ärgern. Dabei biete das Spiel kaum Abwechslung und ist für Profis nur bedingt zu empfehlen. Einsteiger mit starken Nerven hingegen können ruhig mal einen Blick wagen.
Außerdem währe noch zu erwähnen, dass das Spiel einen ziemlich extremen Gewaltfaktor besitzt. Abgetrennte Körperteile sind daher keine Seltenheit. Ob das aber entscheidend für das Spielgeschehen ist sei dahingestellt.
Um eure Aufträge zu bewältigen könnt ihr einen von fünf Antihelden spielen. Hierbei ist alles vertreten, von einer zarten, aber schlagkräftigen Frau bis zum muskelbepackten Rambo.
Interaktion pur

Positiv zu vermerken sind aber auf jeden Fall die vielen Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung. Ihr könnt so gut wie jeden Gegenstand benutzen, den ihr findet. Dabei findet ihr Mülleimer, Bänke, Boxen, Videorekorder, aber auch Pfefferspray und Schusswaffen wie AK47, Minigun, Raketenwerfer oder Tränengaswerfer sind einsetzbar. Dazu kommen dann noch Granaten und Molotow Cocktails. Wem das dann immer noch nicht reicht bekommt noch verschiedenste Nahkampfwaffen geboten. Angefangen von Messern, Schlagringen, Schlägern, bis hin zu Äxten und Schwertern. Sollte es aber doch einmal passieren, dass ihr keine Waffe zum Verteidigen habt, dann könnt ihr euch immer mit der Faust-und-Fuß-Methode retten.
Grafischer Durchschnitt

Wie die Missionen ist auch die Grafik eher mau. Wenige Details und polygonarme Charaktere lassen das Spiel nicht gerade wie ein neues Grafikwunder erstrahlen. Das Spiel läuft zwar trotz der Massenszenen sehr flüssig, aber durch die trockenen Texturen wirken die Charaktere und die Umgebung ziemlich unnatürlich und wenig bis gar nicht lebendig. Dadurch wird dem Spiel viel Realismus genommen. Hätte man sich bei der grafischen Umsetzung mehr Mühe gegeben, dann währ hier durchaus mehr drin gewesen, aber so bleibt nur ein gutes Mittelmaß übrig.
Die Physik kann nur minimal mehr punkten, aber für ein Game dieser Art reicht eine Physik-Engine wie hier völlig aus, da man diese ja kaum benutzt beziehungsweise in Action sieht. Ab und zu gibt es zwar ein paar schöne Explosionen, aber auf Dauer fehlt eine physikalische Abwechslung. Mit aktuellen Titeln kann SoE in diesen Punkten keinesfalls mithalten.

Was aber bei der Grafik fehlt wurde beim Sound draufgelegt, denn dieser kann sich hören lassen, sofern man die nötige Anlage besitzt. Die Schussszenen erklingen in einem wunderbaren Bass und bringen sogar eine gewisse Räumlichkeit ins Spiel. Schön anzuhören sind auch die Umgebungsgeräusche, auch wenn diese sich oft wiederholen wurden sie trotzdem gut eingefangen.