Story, kann man das essen?
Auf die Story legte man hier nicht gerade viel Wert. Außer, dass es einige Überfälle zu vereiteln, und Gebäude zu räumen gibt ist von einer Story nichts in Sicht. Dafür gibt es Action satt.
Klassisch gut

Das Gameplay in
Virtua Cop ist ganz im Sinne der klassischen Arcade-Shooter gehalten und beschränkt sich auf reine Shooter-Action. Ihr müsst weder laufen noch Knöpfe betätigen noch irgendwelche anderen Aktionen ausführen. Eure einzige Aufgabe liegt im Schießen. Wer aber glaubt, dass es dabei keine Abwechslung gibt täuscht sich, denn es gibt drei vollkommen unterschiedliche Level, die zahlreiche Herausforderungen bieten. Am Ende eines jeden Levels wartet natürlich ein Endgegner auf euch, den es zu bezwingen gibt. Während ihr euch dann durch die verschiedenen Locations kämpft müsst ihr Hunderte von Gegnern ausschalten. Dabei wirk es zum Teil sehr witzig, wenn hinter einer einzelnen Kiste nacheinander ganze fünf Gegner hervorspringen. Dem Spielspaß schadet das aber ganz und gar nicht, denn gerade diese Gegnermassen machen das Spiel so herausfordernd.

Damit ihr dabei die Übersicht nicht verliert werden die Gegner nacheinander anvisiert. Dafür wird ein extrem schneller Finger benötigt, denn die Gegner ziehen schnell und treffen gut. Um trotzdem die Oberhand zu behalten kann man sich bestimmte Objekte zum Vorteil nutzen. Z.B. ein Benzinfass zur Explosion bringen und damit gleich mehrere Gegner auf einmal zur Strecke bringen. Des Weitern gibt es verschiedene Arten von Waffen. Neben dem Standartrevolver mit sechs Schuss stehen euch auch eine Magnum, eine Shotgun und ein MG zur Verfügung, die in Fässer, Kisten, oder erlegten Gegnern stecken. Je nach Waffe variieren die Größe des Magazins und die Feuerrate. Der Schaden selber kann prinzipiell nicht beeinflusst werden, da jeder Gegner nach einem Schuss stirbt, egal mit welcher Waffe man schießt.
Vortrefflich ist wiedereinmal der Multiplayer-Modus gelungen, denn noch besser, als das Spiel alleine zu spielen ist es mit einem Freund gegen die Gegnerhorden anzutreten. Dabei werden aber auch zwei Kontroller benötigt, wie eine Maus, ein Joystick, oder ein Gamepad.
Grafik ist Nebensache

Die Grafik ist sicher nicht die Stärke des Spiels. Zwar sind die Animationen weich und angenehm flüssig, aber der Detailreichtum und die Polygonanzahl sind für heutige Spieler sicher erschreckend niedrig. Die Charaktere sind sehr grob und detailarm dargestellt und auch die Vielfalt und Abwechslung lässt zu wünschen übrig. Bei der Umgebung gibt es keine Unterschiede. Diese ist zwar groß und weitläufig, aber alles andere als detailliert. Dafür kann man so gut wie jedes Objekt, dass einem in die Schusslinie kommt zerschießen. Nach gewissen Abschnitten gibt es einen Zwischenstand, aber kein Zwischenladen, was einen fließenden Übergang bringt.
Eine Frage des Sounds
Die Soundkulisse ist dafür besser gelungen, denn mit satten Explosionen und massenhaft Schießereien wird man gut bedient und auch der Bass bekommt genug Arbeit. Die Dialoge sind gut verständlich und auch die restlichen Effekte klingen klar aus den Boxen.