Der Schul-Horror-Kult

Was auf den Spiele-Konsolen schon längst Einzug gehalten hat kommt nun endlich auch auf den PC, der so genannte Survival-Horror. Mit Resident Evil oder Silent Hill ist bei den Daddel-Kisten starke Konkurrenz am Start, auf dem PC kann sich bis jetzt nur ein Game diesem Szenario zuschreiben:
Obscure. Als Story-Vorlage mussten so bekannte Filmstreifen wie „Scream“ oder „The Faculty“ herhalten. Besonders von letzterem aus dem Jahre 1998 wurde viel „geklaut“. Doch lest selbst!
Die Schule

Die Leafmore-Highschool ist eine Schule wie jede andere auch. Nur häufen sich in letzter Zeit die Anzeichen dafür, dass dies nicht mehr lange so bleiben wird. Aus den Kellern dringen Schreie herauf, Leute verschwinden auf mysteriöse Weise und seltsame Spuren an den Wänden zeugen von etwas Seltsamen. Als nun auch Kenny, ein beliebter Schüler, verschwindet, beschließen seine drei Freunde Josh, Stan, Ashley und auch Kennys Schwester Shannon sich nachts in die Schule einschließen zu lassen um ihn zu suchen. Ihr Weg führt sie in die alten Gemäuer unter der Schule, wo schreckliche Monster und Mutanten auf sie warten.
Die Schüler

Ihr könnt jeden der fünf Figuren steuern. Allerdings gehen immer nur zwei Schüler auf Erkundungstour, während die anderen an festen Punkten warten. Jeder Charakter hat spezielle Eigenschaften, die im Spiel eingesetzt werden müssen. So kann Stan perfekt Schlösser knacken, während Kenny ein echtes Laufwunder ist. Für Einsteiger ist Shannon recht hilfreich, denn sie hat immer einen Tipp parat und Ashley ist Spezialistin für besondere Manöver. Während Ihr also einen Charakter steuert, läuft der zweite brav hinter Euch her. Per Tastendruck gebt Ihr Euerm Kameraden Anweisungen wie etwa „Beschütz mich!“ oder „Bleib stehen!“. Auch das wechseln der Spielfigur läuft einfach per Tastaturbefehl ab. Dies entfällt jedoch beim fast schon genialen kooperativen Spielmodus. Dabei spielt Ihr zu zweit an einem PC (!) die Kampagnen durch. Den Gesundheitszustand Eurer Spielfiguren könnt Ihr an der blutverschmierten Kleidung sehen oder auf dem Charakterbildschirm auf einem Passfoto ablesen.
Die Schultasche

Nicht nur rumlaufen und kleine Rätsel müssen gelöst werden. Der Hauptteil Eurer Arbeit besteht darin, die auftauchenden Monster und Mutanten zu erschießen. Dabei stehen Euch einige Pistolen und Gewehre zur Verfügung. Sehr wichtig ist auch die Taschenlampe, welche Ihr mit Klebeband an fast jeder Waffe befestigen könnt. Viele Gegner nicht nämlich Lichtscheu und können mit Hilfe der mobilen Leuchte in die Flucht geschlagen werden. Zusätzlich könnt Ihr die Leuchtkraft auch verstärken um etwa umherwabernder Nebel aufzulösen. Wenn Ihr die Waffe anlegt und zielt, könnt Ihr Euch nur noch seitlich bewegen, dass kann manchmal etwas hinderlich sein.
Die Schulleitung

Für reine PCler wird die Außenansicht etwas gewöhnungsbedürftig sein. Sie ist jedoch gut gelungen, obwohl auf die Maus als Steuerwerkzeug komplett verzichtet wurden. Die Kamera schwenkt selbstständig mit und bietet eigentlich immer eine gute Sicht auf die Dinge die da kommen. Diese Dinge haben es wirklich in sich. Blutverschmierte Monster, verzerrte Mutanten wo sich das Innenleben nach außen zu kehren scheint und gruselige Kreaturen aus der Hölle halten Euch auf trapp. Leider gibt es nicht viele Gegnertypen, so dass nach einiger Zeit ein Wiederholungsgefühl aufkommt. Dieses wird jedoch von den durchweg guten Licht- und Schatteneffekte und durch die durch Mark und Bein gehende Sounduntermalung in Grenzen gehalten. Stimmungsvolle Orchestermusik und Kirchenchöre wechseln sich ab mit Gestöhne und Geschreie. Im Großen und Ganzen herrscht eine beklemmende Atmosphäre die man durchaus als gelungen Bezeichnen kann.