Vorwort
Als Überraschungshit und wirklich gelungen kann man Midways Horror-Schocker The Suffering aus dem Jahre 2004 bezeichnen. Mit knallharter Action und blutrünstigen Monstern konnte das Game überzeugen und schrie förmlich nach einem Nachfolger. Dieser ist nun erschienen und schlägt in die gleiche Kerbe wie der Vorgänger. Nehmt den Kampf mit grotesken Monstern und Mutanten auf in The Suffering 2: Ties that bind!
Das Leiden einer ganzen Stadt

Ihr erinnert Euch sicher noch: In
The Suffering ward Ihr als Gefangener "Torgue" auf einer düsteren Gefängnisinsel unterwegs. Zahlreiche Monster und Mutanten stellten sich Euch in den Weg und Ihr musstet herausfinden, wer Eure Familie umgebracht hat. Wer eines der drei möglichen Enden erreicht hat, kann nun im Nachfolger genau an dieser Stelle weiterspielen. Auch gibt es einen separaten Anfang der Euch in die Story und somit ins Spielgeschehen einweist. Die Stadt Baltimore muss nun für eine erneute Monsterhatz herhalten. Wahlweise aus der 3rd-Person oder der Ego-Ansicht steuert Ihr Torgue durch die düsteren, verwinkelten Gassen der Stadt. Doch
The Suffering 2 ist genau so linear wie sein Vorgänger, sodass Ihr nicht großartig nach dem Weg suchen müsst. Durch schaurige, mit vielen Schock-Effekten gespickten, Zwischensequenzen erfahrt Ihr mehr über die Hintergründe der Ballerorgie.
Der Leidtragende

Wie aus dem ersten Teil der Serie bekannt habt Ihr ein kleines Problem mit Eurer Persönlichkeit. Habt Ihr nämlich genug Gegner gekillt, verrät Euch ein Anzeigebalken, dass es Zeit wird selbst ein Monster zu werden. Dann könnt Ihr Euch für knapp 20 Sekunden in eine schaurige Kreatur verwandeln und alles niedermetzeln, was sich bewegt. Manche Gegner lassen sich nur so wieder zurück in die Hölle schicken. Standard-Widersacher lassen sich mit den Genre-Üblichen Waffen wie etwa Messer, Schrotflinte, Maschinengewehr oder Granaten ins Jenseits befördern. Zwei dieser Wummen könnt Ihr gleichzeitig tragen und sie haben unterschiedliche Wirkungen auf die Gegner. Je nachdem, mit welcher Waffe Ihr welches Köperteil trefft, wird Schaden zugefügt. Stationäre Geschütze oder Hilfe in Form einer Polizistin sorgen für etwas Abwechslung, denn das Game bietet im Prinzip keine großartigen Rätseleinlagen.
Das leidige Aussehen

Schon The Suffering 1 stand nicht an der Spitze der Grafik-Charts. Leider hat sich in dieser Hinsicht nicht viel getan. Die Texturen sind detailarm und die Animationen laufen stellenweise ruckartig ab. Doch durch die dichte Horror-Atmosphäre und nicht zuletzt dem perfekten Surround-Sound (mit exzellenter deutscher Sprachausgabe) werden die Schwächen geschickt vertuscht. Blutlachen auf dem Boden und verspritze Wände, dazu die grotesken Monster und die Sekunden-Flashbacks bringen so manchen Spieler an den Rand eines Nervenzusammenbruchs.
Das schwere Leiden

Für Shooter-Anfänger ist dieses Game sicher nichts. Zwar kann man zu Beginn aus vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen und ein Speichern ist auch jederzeit möglich, doch werden sich Viele wegen der spärlichen Munition und den zahlreichen Gegnern wohl des Öfteren die Zähne ausbeißen. Gesteuert wird Shooter-üblich mit Tastatur und Maus, wobei das Handling einen Tick besser ist als im Vorgänger.