Vorwort
Vom Comic zum Film, vom Film zu Spiel. Etliche male haben wir diese Prozedur bereits mitverfolgt. Meist konnte der Film schon nicht überzeugen, das Spiel noch weniger. Nun wurde ein weiterer, hierzulande eher unbekannter, Comicheld auf der Leinwand verewigt und sucht auch auf dem heimischen PC seine Opfer. Zigarette an, Schnapsflasche ansetzen und derbe Sprüche üben, hier kommt Constantine!
Vorgeschichte

Es gibt wohl keinen Helden der kranker, süchtiger und so voller schlechter Manieren ist als John Constantine. Der Detektiv hat keine Probleme mit Alkohol, sondern nur ohne. Er ist seit Jahren Kettenraucher und hat, Lungenkrebs sei dank, nur noch einige Zeit zu Leben. Doch Leben wollte John schon immer nicht. Als Selbstmörder ist im ein Platz in der Hölle sicher, doch wandelt er, aus Anfangs noch ungeklärten Gründen, immer noch auf der Erde. Mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgestattet kann der Antiheld die Hölle besuchen, Dämonen und Engel auf Erden erkennen und diese mit Waffengewalt und Zaubersprüchen eliminieren. Um sich nun einen Platz im Himmel zu ergattern gilt es, sich mit allerlei Höllenkreaturen herum zu schlagen.
Waffen und Sprüche

Mit außergewöhnlichen Waffen geht es auf die Reise durch die strikt linearen Levels. Dabei sind der Revolver und die Schrotflinte noch normale Hilfsmittel, das Drachenfeuer-Gewehr und die Nagelpistole wohl doch nur etwas für echte Exorzisten. Hinzu kommen noch Weihwasser-Bomben und Flammenwerfer. Letzterer dürfte den Kreaturen aus der Hölle eigentlich nichts ausmachen, Hitze müssten sie ja gewöhnt sein. Wenn alle Waffengewalt nichts nützt könnt Ihr per Knopfdruck ein paar Zauberformeln aussprechen. Eine Art Slow-Motion-Effekt setzt ein und Ihr könnt mit Hilfe von „Exorzismus“ etwa Dämonen austreiben.
Steuerung und Grafik

Ihr steuert den Helden aus der klassischen 3rd-Person-Ansicht durch sehr dunkel geratene Levels. Die Umgebung ist sehr detailarm und die Texturen unscharf. Weiterhin sind die Charaktere der Konsolen-Kopie miserabel animiert. Im Film spielt der bekannte Schauspieler Keanu Reeves die Hauptrolle, im Spiel soll er es auch sein. Erkennen kann man ihn jedoch nicht. Auch bei der Synchronisation wurde nicht die Original-Stimme genommen, schade. Die ungenaue und hektische Steuerung wird nur noch davon unterboten, dass man nicht an jeder Stelle des Spiels springen und ducken kann. Ein freies Speichern ist zwar möglich, jedoch kommt man nur an bestimmten Stellen wieder ins Spiel. Positiv sind die spannenden Zwischensequenzen zu nennen, welche die Story sehr beeindruckend in Szene setzen.