Vorwort
Alte Mehrspieler-Veteranen werden sich noch an Delta Force erinnern. Es kam Ende 1998 auf den Markt und beeindruckte durch seine Weitsicht, seine Missionen und durch die Multiplayer-Fähigkeit. Nun hat Entwickler NovaLogic den alten Soldaten wieder aus der Mottenkiste geholt, kräftig poliert und aufgemotzt. Schnürt Euch also die Springerstiefel und setzt den Stahlhelm auf für Delta Force: Xtreme!
Schwache Solo-Mission

Einzelspieler kommen bei
Delta Force: Xtreme ganz klar zu kurz. Es stehen drei Kampagnen an die jeweils in sieben Missionen eingeteilt sind. Doch egal ob ihr im südamerikanischen Peru, im afrikanischem Tschad oder in Russland als Soldat der Delta Force-Einheit unterwegs seit, richtiger Spielspaß mag nicht so recht aufkommen. Ihr kämpft Euch zu Fuß durch die sehr linearen Aufträge oder setzt Euch als Fahrer oder Beifahrer hinter das Steuer eines Buggys, Jeeps, Motorrads oder Hubschraubers. Mal müsst Ihr einen Konvoi begleiten, mal einen Piloten retten oder auch Gebäude sprengen.
Starke Mehrspieler-Mission

Mehrspieler werden an
Delta Force: Xtreme ihre wahre Freude haben. Es stehen zahlreiche Spielmodi zur Verfügung, welche Ihr auf den ebenso zahlreichen, aufgepeppten Karten zocken könnt. Im Koop-Modus können bis zu zehn Spieler teilnehmen und die Solo-Missionen absolvieren. Die anderen Modi (Deathmatch, King of the Hill, Capture the Flag) lassen bis zu 32 Spieler gleichzeitig zu und können auch im Team gespielt werden. Für echte Langzeitmotivation sorgen die umfangreiche Statistik sowie das Ranking-System. Auf der servereigenen Website www.novaworld.com werden die Treffer, die Siege und alles weitere aufgelistet. Ihr bekommt Medaillen und könnt in einer virtuellen Rangfolge nach oben steigen.
Schwache Waffen und Gegner

Zu Beginn jeder Mission müsst Ihr Euch Eure Bewaffnung aussuchen. Als Standard-Ausrüstung habt Ihr immer Pistole und Kampfmesser am Mann. Zusätzlich könnt Ihr noch zwischen M16, M4, zwei Scharfschützengewehren, MP5 und dem Maschinengewehr M249 wählen. Ebenfalls mitnehmen könnt Ihr Minen, Raketenwerfer oder Granaten. Feindliche Wummen sind tabu. Apropos Feinde. Deren Intelligenz lässt stark zu wünschen übrig. Es kann durchaus passieren, dass die meist fies platzierten Gegner nicht reagieren und sich abknallen lassen oder dass sie wild in der Gegend Rumschiessen. Das Gleiche gilt übrigens auch für Eure virtuellen Team-Kameraden. Wenn Ihr Euch doch mal eine Kugel einfangt kann es gut passieren, dass Ihr wieder vom letzten Checkpoint aus starten müsst. Erstens segnet Ihr meist bereits nach einem Treffer das Zeitliche, zweitens könnt Ihr nicht frei speichern.
Starke Grafik

Alle Missionen (plus vier Neue) stammen aus dem alten
Delta Force und wurden grafisch stark aufgepeppt. Die Grafik-Engine aus
Joint Operations: Typhoon Rising geizt nicht mit Spezialeffekten, sodass die Landschaften dicht bewachsen, die Wasseroberflächen naturgetreu und die Wettereffekte sowie die Explosionen spektakulär aussehen. Die Weitsicht ist, wie im alten Teil auch, beeindruckend. Dennoch wirken die Levels sehr detailarm, was an den Texturen in niedriger Auflösung liegt. Außerdem bewegen sich alle Soldaten wie Marionetten. Mehr als guter Durchschnitt wird also nicht geboten.