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Kriegs-Shooter... Entweder WWII oder VC... Und alle ringen um die Vorherrschaft in den Reihen der Shooter-Community. Doch das unabhängige Entwicklerstudio Pterodon s.r.o. zaubert 2003 ein Lächeln auf angeödete Gamer-Gesichter: im Taktik-Shooter Vietcong schleicht der Spieler durch erstmalig realistisch gestaltete Dschungelgebiete, ebenso in der Erweiterung Vietcong: Fist Alpha, zu dem sich später ein weiteres – diesmal sogar kostenloses – Add-On namens Vietcong: Red Dawn gesellt. Jetzt schließlich erscheint mit Vietcong 2 die lange erwartete Fortsetzung des Vietnam-Taktik-Thrillers. Und irgendwie fühlt es sich verdächtig nach Stanley Kubricks Full Metal Jacket an – warum allerdings auf einem 8mm gedreht wurde, der sich nur auf einem High-End-Beamer wiedergeben lässt, weiß bis heute keiner... |
Vorwort zu Installation und Performance
Das Setup des neuen Machwerks von Pterodon s.r.o. lies sich mühelos installieren, ebenso sauber lies es sich wieder von der Festplatte entfernen. Eine Online-Aktivierung ist nicht erforderlich. Zum Spielen ist der aktuelle DirectX notwendig, das in der Version 9.0c auf der DVD vorhanden ist, und sich bei Bedarf problemlos nachinstallieren lässt. Jedoch ist Vietcong 2 trotz der mangelhaften Optik (siehe unten) ein wahrer Speicherfresser und läuft mit hohen Qualitätseinstellungen selbst auf aktuellen Rechnern nicht zwangsweise flüssig.
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Hey, Hue! – Gameplay
| "Weißt du, dass die eine Hälfte dieser gelben Nutten tagsüber Offiziere beim Vietcong sind? Die andere Hälfte hat Tuberkulose. Also pass auf, dass du nur die vögelst, die husten. (Pte. Joker in Full Metal Jacket)" | |
Hue im Jahre 1968, kurze Zeit vor der TET-Offensive. Wir, US Marine Daniel Boone, wachen im Bett neben einem asiatischen Mädchen auf. Eigentlich ein schöner Tag. Aber wir müssen raus, und uns zum Dienst melden. Unser erster Auftrag ist denkbar einfach: wir treffen uns mit einem Reporter, der gerade mit einem kotzenden Kameramann aus dem Helikopter steigt, nehmen ihn mit zu einem Empfangsabend. Statt Knarre zücken wir also erstmal das Weinglas, stoßen hier und da an. Um den wissbegierigen Reporter mit Exklusiv-Material zu versorgen, bringen wir ihn ein paar Stockwerke höher ins Zimmer des Sergeants. Wir öffnen die Türe, als plötzlich eine gewaltige Erschütterung das ganze Haus zum Beben bringt. Augenblicke später fliegen uns schon die Hauswand entgegen – dann wird alles schwarz. Als wir wieder die Augen öffnen, können wir schon die Schüsse und Schreie des tobenden Kampfes hören. Diese miesen VC – sie haben den Waffenstillstand der TET-Feiertage für einen hinterhältigen Angriff genutzt. Aber erstmal Pistole gezückt und raus aus dem Gebäude. Wir nehmen dem ersten Gook seine MP ab, stürmen mit dem Reporter nach unten, wo uns schon weitere Vietnamesen erwarten. Einige gezielte Schüsse später hechten wir aus dem Gebäude und retten uns in ein nahes Fahrzeug, mit dem uns ein Private zur nahen US-Basis bringt.
 Aber die VC sind uns zahlenmäßig über, unser Wagen crasht gegen eine Hauswand. Wir befehlen dem Private und unserem Reporter, hinter einem anderen Wrack in Deckung zu gehen, während wir selbst vorstürmen. Die beiden folgen uns, verschanzen sich gekonnt hinter Deckungen. Dann stürmen wir zur Basis, wo uns Gott sei Dank gleich ein Feldarzt und ein Techniker empfangen, die sich um Wunden und Munition kümmern. Aber immer mehr VCs dringen gegen die befestigte Anlage vor. Geduckt sputen wir uns zu einem stationären MG und befehlen unseren Kameraden in Stellung zu gehen. Ha, soll Charlie nur kommen... Ups, Quickload...
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7-6-2 Millimeter Full Metal Jacket - Graphik und Atmosphäre
| "Die Toten wissen nur eines: Es ist besser am Leben zu sein. (Pte. Joker in Full Metal Jacket)" | |
 Was ist der erste (und oft auch bleibende) Eindruck, den ein neues Game beim Spieler hinterlässt? Richtig, die Optik... Aber irgendwie drängt sich beim ersten Start von Vietcong 2 der Gedanke auf, dass Pterodon in der letzten Unterrichtsstunde 'Simple Psychologie eines Gamer-Gehirns' nicht richtig aufgepasst hat. Wir blicken auf matschige Texturen, die umso verwaschener werden, je näher wir einem Objekt kommen, wundern uns etwas über unzeitgemäße Effekte und betätigen spätestens bei erster näherer Betrachtung eines der Protagonisten – trotz guter Animationen – flugs den EXIT-Button. Wohlgemerkt: beim ersten Start! In Gedenken, der Source- ( Half-Life 2), DOOM 3 - oder auch der neuen Lithtech- Engine ( F.E.A.R.) startet der geneigte Spieler erneut. Vielleicht hat dieses Spiel hinter der Graphik ja doch noch etwas mehr versteckt?
In der Tat! Nach dem kurz(weilig)en Einstieg in Pterodon s.r.o.s Vietnam-Franchise offenbart sich das ganze Potential des Titels. Kurzerhand wird man in ein realistisches und authentisches Szenario geführt, das (ähnlich einem Call of Duty 2 im WWII-Szenario) seines Gleichen sucht. Ein großen Teil trägt dazu die bombastische Soundkulisse bei, angefangen beim genialen Soundtrack, der auch schon das Prequel Vietcong zierte, über den brachialen Gefechtssound, der in 5.1 aus den Lautsprechern scheppert bis hin zu den wirklich guten Sprechern, die wie Originalaufnahmen eines Krisengebietes klingen. Dadurch gelingt es den Machern, eine unglaublich cineastisch-mitreißende Atmosphäre zu erzeugen. Wenn da nur nicht diese Graphik wäre... Doch nicht zuletzt sorgen auch die über 50 Waffen, die den Vorbildern aus den späten 60er Jahren originalgetreu nachempfunden wurden, für ein gutes Spielerlebnis.
Ein letzter Wehrmutstropfen: obwohl man des öfteren auf Fahrzeugen unterwegs ist – und z.B. dessen Geschütze bedient, kann man in den Singleplayer-Kampagnen nicht selbst am Steuer sitzen. Schade, denn im Multiplayer ist das möglich.
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Zwei Engel für Charlie - Missionen und Leveldesign
| "Jeder, der wegläuft, ist ein Vietcong. Jeder, der stehen bleibt, ist ein disziplinierter Vietcong! (Hubschrauber-Bordschütze in Full Metal Jacket)" | |
 Waren das nicht drei Engel? Jaja, aber man höre und staune: Vietcong 2 wagt es als erster Vietnam-Shooter, den Gamer auch auf Seiten von Kumpane Charlie in den Dschungel zu schicken – schließlich ist es auch keine US-Produktion a la Men of Valor. Im Klartext: Zwei Kampagnen – zwei Engel! Dazu zu sagen bleibt aber, dass die US-Kampagne um ein Wesentliches länger ist, und man den VC-Part erst im Laufe des Spiels freispielen muss.
Die Missionen beider Kampagnen gestalten sich höchst abwechslungsreich. Simpel-stupide Sturmangriffe verkneift sich Vietcong 2 (fast) völlig, vielmehr erlebt man in den vielen Stadt-Levels spannende Häuserkämpfe, während man Deckung vor vietnamesischen Scharfschützen sucht, bedient Geschütze auf allen nur erdenklichen fahrbaren Untersätzen, rettet Geiseln vor der Exekution durch Charlie und vieles mehr. Die VC-Kampagne bietet ebenso abwechslungsreiche Einsätze (Sprengsätze legen, US-Konvois überfallen etc.). Dabei ist man die meiste Zeit in einem Team mit mehreren Kameraden unterwegs, die sich über ein wirklich simpel zu bedienendes Befehlsmenü in der Gegend herumkommandieren lassen: Durch Anklicken der Befehlstaste verwandelt sich das Fadenkreuz in einen Zielcursor, mit dem sich die Kumpanen an die gewünschte Stelle dirigieren lassen. Wirklich gut ist dabei sowohl bei den eigenen Leuten, wie auch bei den gegnerischen Schergen die KI, so dass, wenn man wenig Lust auf Taktik hat, sich diese auch von selbst höchst realistisch bewegen, das Terrain nutzen und Deckung suchen, Feuerschutz geben etc. So lässt sich Vietcong 2 auch als reinrassiger Taktik-Shooter zocken.
Durch die unterschiedlichen Einsatzorte in Städten wie Hue und in dichten Dschungelgebieten (wieder ein Highlight), bringt auch die Umgebung eine gehörige Portion Abwechslung ins Spiel.
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Ho-Chi-Team – Multiplayer
| "Das ist ein riesiges Scheiße-Sandwich, und wir alle kriegen unseren Bissen ab. (Soldat in Full Metal Jacket)" | |
 Im Multiplayer-Teil des Spiels bekriegen sich bis zu 64 tapfere Helden in den Spielmodi Deathmatch, Team- Deathmatch, CTF und Assault. Erste Sahne ist auch der Co-op-Modus, in dem man gemeinsam den generischen Horden den Gar ausmacht. Gespielt kann wahlweise im Internet oder über LAN. Durch ein zentrales Ranking-System lassen sich die anfänglich auswählbaren zwei Spielklassen um ein weiteres halbes Dutzend ergänzen. Vorraussetzung dafür ist, dass man genügend Abschüsse vorweisen kann...
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Datum:
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01. Februar 2006
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Plattform:
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Nummer:
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509
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Autor:
|
Sebastian
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Aufrufe:
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2303 mal gelesen
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 Durchschnitts-Wertung der Shooterplanet-Redaktion |  |
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~ 50 Waffen
~ 2 Kampagnen
~ 14 Schauplätze
~ 8 Soldatenklassen
~ 64 Spieler im Netz
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