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Return of the living gameplay horror…
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1|Fz
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"Sleeping beast, rest in peace, far too primal.
Rip the flesh, taste of death, bite the gristle.
Killing game, primitive inquisition.
Tear it up, inside out, small incision...

Static-XCannibal"

Wer sich kürzlich unsere aktuelle Preview zu Clive Barker's Jericho zu Gemüte führte, durfte schon einen der großen Meister des blutrünstigen Horrors in Aktion erleben. Doch für Fans ist ein weiterer Name von nicht minder großer Bedeutung: George A. Romero, quasi der Vater des modernen Zombie-Films. Mit dem für damalige Verhältnisse schockierenden Night of the Living Dead (1968) nahm das Zombie-Genre, wie wir es heute kennen und lieben, seine schwarz-weißen Anfänge. Der Film gilt heute als Meilenstein im Genre und besitzt schon längst Kultstatus. Erst im Jahr 2005 gelingt Romero mit Land of the Dead (LotD) der Anschluss an seine Living Dead-Trilogie, die bis dato unzählige Remakes und Neuauflagen erfahren durfte. Klar, dass da auch die Spieleindustrie nicht schweigen darf – und uns prompt mit dem zugehörigen Shooter versorgt...



Vorwort zu Installation und Performance

Getestet wurde die ungeschnittene US-Fassung des Spiels mit dem aktuellen Patch auf Version 1.1 (Download hier). Letzterer ist Voraussetzung für das Spielen im Multiplayer-Modus und ist auch für jegliche Modding-Projekte dringend erforderlich. Die Installationsroutine arbeitet flott und problemlos, die nicht kopiergeschützte CD-ROM transportiert rund 800 MB an Daten auf die Festplatte, inkl. eines Trailers zu Romeros Kinofilm. Die Eingabe eines CD-Keys entfällt, ebenso eine Online-Aktivierung. DirectX ist in der Version 9.0c erforderlich und kann bei Bedarf hierheruntergeladen werden. LotD erschien nicht in Deutschland, es bleibt nur der Weg über den Importhändler...


The day the dead thought? – Hintergrund und Story

Zur Land of the Dead: Road to Fiddler`s Green - Filminfoseite Bauer Jack hat es nicht gerade einfach. Als wäre das Ackern auf den Maisfeldern nicht schon genug der Mühe, wird seine idyllische Farm nun auch noch von garstigen Zombies belagert. Schuld daran ist eine ominöse Seuche, die sich unter den Menschen ausbreitet und sie sich ihres niedrigsten Urinstinkts "besinnen" lässt: Happa-Happa machen... Doch Dank Papa Romero sind die lebenden Toten nicht komplett dazu verdammt, ihr Dasein als schlurfende Käsebrote zu fristen. Nein, denn mit Land of the Dead durften die hungrigen Zeitgenossen eine weitere Sprosse der Evolutionsleiter erklimmen und nun immerhin primitive Werkzeuge und sogar Schusswaffen benutzen. Doch keine Angst: auch der intelligenteste Zombie braucht noch eine halbwegs funktionierende KI...
Dass die Versoftung von Filmen durchaus gelingen kann, bezeugen Spiele wie The Chronicles of Riddick: Escape From Butcher Bay. LotD verfolgt dabei ein ähnliches Prinzip: denn auch hier wird nicht der Film selbst nachgespielt, sondern die direkte Vorgeschichte, die letztlich zu den Geschehnissen des Films führt. Das gibt den Entwicklern natürlich die nötige Freiheit, ohne sich allzu sehr von der filmischen Vorlage gängeln lassen zu müssen. So findet sich Maisbauer Jack auf der Straße nach Fiddler’s Green, der letzten von (lebenden) Menschen bewohnten Bastion, die sich gegen die untote Schar zur Wehr setzt. Verantwortlich dafür zeichnet sich Dr. Kaufmann, den Jack natürlich um jeden Preis finden muss...


Frösche auf Ecstacy – Gameplay

zur Screenshot-Galerie von Land of the Dead: Road to Fiddler`s Green LotD greift spieltechnisch auf Altbewährtes zurück: Gesteuert wird genretypisch mit den WSAD-Tasten und der Maus bzw. einer anderen frei definierbaren Tastenbelegung. Herzstück des gradlinigen Shooters sind vor allem die zahlreichen Waffen, die Farmer Jack das Überleben erleichtern und untote Körperteile von den zugehörigen Kadavern spalten sollen. Das Repertoire setzt sich aus einigen mehr oder weniger effektiven Nahkampf-Prügeln zusammen, wie etwa Baseball- und Golfschläger, Werkzeuge oder Rohrstücke. Dazu gesellen sich diverse Schießeisen, darunter Glock, Revolver, die obligatorische Shotgun nebst M-16 und natürlich ein Scharfschützengewehr. LotD beschränkt sich vor allem auf gradliniges Shoot and Run-Gameplay: Zombies splattern, weiter hetzen, mehr Zombies splattern, mal ein Schlüsselchen suchen und wieder hetzen. Unzählige Schwächen trüben das Spielvergnügen maßgeblich und lassen die Atmosphäre schnell verfliegen. Die sog. Karma-Engine beispielsweise bietet nur rudimentäre Physik-Effekte, die Umgebung lässt wenig Raum für Interaktion – allenfalls Schubladen und Schranktüren lassen sich (jedoch recht unpräzise) öffnen und schließen.
zur Screenshot-Galerie von Land of the Dead: Road to Fiddler`s Green Auch das Ragdoll-System wirkt unfreiwillig komisch: getroffene Untote taumeln bei Treffern meterweise zurück, nur um nach ihrem (zweiten) Ableben auf dem Boden zu zucken wie ein untoter Frosch auf Ecstasy... Trefferzonen waren indes nicht zu finden: mal zerbröseln die Zombiehirne erst auf den dritten Kopfschuss, dann reichen schon zwei Treffer ins Bein, um den blutrünstigen Dödeln den Gar aus zu machen. Apropos Dödel: vermutlich aus Gründen der "Glaubhaftigkeit" wurde die KI gleich ganz weggelassen... Zwar nutzen die Zombies wie oben erwähnt auch mal Waffen, doch mehr als stur auf den Spieler zuzulaufen kriegen die blassen Burschen nicht auf die Reihe. Gemäß dem Szenario ist die Auswahl an Gegnern zudem auf die laufenden Toten beschränkt, die in Sachen Design zwar nett bzw. gruselig anzusehen sind, sich aber allzu schnell wiederholen. Wirkliche Spannung erzeugen allenfalls die äußerst rar gesäten Munitions- und Healthpacks, von richtigem Horror-Flair darf LotD nur träumen...


B-Movie-Horror – Graphik und Atmosphäre

zur Screenshot-Galerie von Land of the Dead: Road to Fiddler`s Green Dazu trägt maßgeblich die Optik bei: technisch basiert das Spiel auf der mittlerweile ergrauenden Unreal 2-Engine, entsprechend ist LotD kaum ein Augenöffner. Schon zum Release-Datum des Spiels (2005) wirkte die Graphik im Vergleich zur Konkurrenz eher antiquiert: detailarme Texturen, Objekte mit geringer Polygonenzahl und spärlich gesäte "Spezialeffekte" – allenfalls die hübsch anzusehenden Feuer wissen zu gefallen. Überraschend passend wirken hingegen die Animationen der Figuren. Gut, Untote bewegen sich nun mal steif und holprig, so dass die Entwickler bei Brainbox Games so gut wie nichts falsch machen konnten.... Auch soundtechnisch hätte dem Spiel etwas mehr Bandbreite gut getan: das Brüllen bzw. Grunzen der lebenden Toten wirkt zwar stimmig und mag durchaus auch mal Gänsehaut erzeugen, wiederholt sich aber viel zu schnell. Viel zu schwachbrüstig erklingen hingegen die Waffensounds. Auch Held Jack zeigt sich äußerst wortkarg, wie auch seine lebendigen Zeitgenossen, die selbst in den vorgerenderten Zwischensequenzen vor Schreck den Mund kaum aufbekommen. Immerhin ist die englische Synchronisation gut gelungen. Grausam: die musikalische Untermalung bewegt sich auf 80er Jahre B-Movie-Niveau, was die Suche nach der Mute-Taste schnell zum notwendigen Übel macht...


Seriously Undead – Missionen und Leveldesign

zur Screenshot-Galerie von Land of the Dead: Road to Fiddler`s Green Was LotD an optischer Finesse fehlt, kann zumindest das Leveldesign in Ansätzen wieder gut machen. Vom Bauernhof mit zugehörigen Maisfeldern zu Beginn des Gemetzels führt das Spiel unter anderem durch eine verwinkelte Kanalisation, ein Krankenhaus, eine Polizeistation und ein Theater. Dank dieser zahlreichen Locations bleibt das Spiel einigermaßen kurzweilig und bietet zumindest in dieser Hinsicht die nötige Abwechslung. Zu einem Großteil beschränken sich die Missionsziele dabei aber auf das Serious Sam 2-Prinzip und es gilt, Welle um Welle der grotesk entstellten Untoten zu überleben. Zusätzlich will meist ein entsprechender Schlüssel gefunden werden, der das Fortkommen zum nächsten Abschnitt durch eine der unzähligen verschlossenen Türen ermöglicht. Spannender gestalten sich da die selteneren Levels mit gezielten Aufgaben: so muss beispielsweise ein Arzt aus dem versperrten Sicherheitsbereichs des Krankenhauses befreit, oder Kollege Oatis auf snipernde Art und Weise vor einem untoten Weiterleben bewahrt werden. Gesäumt werden die einzelnen Missionen von kleinen Rätseleinlagen, die vielleicht einen Zombie zum Grübeln bringen, geübte Spieler aber kaum länger als ein paar Augenblicke beschäftigen. Ab und an darf an vorgesehenen Stellen sogar ein stationäres Geschütz benutzt werden, um die Zombiehorden in Schach zu halten... Doch insgesamt wird der Titel bis auf wenige Ausnahmen seinem Budget-Dasein gerecht: langatmig, monoton und abgesehen vom höchsten Schwierigkeitsgrad sogar für Neulinge im Gerne unterfordernd...


Legion of the damned – Multiplayer

zur Screenshot-Galerie von Land of the Dead: Road to Fiddler`s Green In Anbetracht der faden Singleplayer-Kampagne überrascht der Multiplayer mit reichlich Abwechslung und macht für eine flotte Runde durchaus Spaß. Zwar lassen die verfügbaren Spielmodi Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag und Invasion ebenso an Standartkost denken, doch das irrt: Denn unabhängig vom gewählten Modus sind alle Karten von KI-kontrollierten (?!) Zombies bewohnt, die als zusätzliches Frag-Futter oder auch mal als bewegter Schutzschild dienen... Richtig Laune macht der Invasion-Modus: hier sieht sich ein kooperierendes Team von Spielern wahren Horden von Untoten gegenüber, die auf jede nur erdenkliche Art endgültig in Jenseits befördert werden wollen... Die Maps bestehen größtenteils aus modifizierten Varianten des Einzelspieler-Parts, doch vor allem mit Patch v1.1 wurden etliche neue nachgereicht. Empfehlenswert sind vor allem der Friedhof und die U-Bahn-Station, die sich Dank der fehlenden Kopierschutzmechanismen hervorragend für eine schnelle Partie in häuslicher LAN-Runde eignen...


Anhang – Romero’s Zombie-Filme

- 1968: Night of the Living Dead (Die Nacht der lebenden Toten)
- 1978: Dawn of the Dead (Zombie)
- 1985: Day of the Dead (Zombie 2)
- 2005: Land of the Dead (Land of the Dead)

Im Jahre 2003 wurde Dawn of the Dead von Regisseur Zack Snyder neu verfilmt und erfreute sich (für einen Zombie-Streifen) recht guter Kritiken. Empfehlenswert sind auch die Komödien Shaun of the Dead (England, 2004) und Die Nach der lebenden Loser (Deutschland, 2005). Romeros Kultfilme erlangten ihren Status vor allem durch die starken politischen Bezüge und ihren sozialkritischen Kontext. Wer sich selbst davon überzeugen will, dem sei sein Erstingswerk wärmstens empfohlen: Night of the Living Dead ist heute frei von Copyright-Rechten, und damit als public domain kostenlos verfügbar. Folgender Link führt zur entsprechenden Wiki-Kategorie, wo sich Bilder und auch Download-Verweise finden. Der gesamte und ungekürzte Film ist in unterschiedlichen Formaten, sogar in DVD-Qualität (4,1 GB), erhältlich.

Zur Wiki-Kategorie...

Testsystem:
- Intel Core 2 Duo E6600
- 2048 MB RAM
- nVidia GeForce 8800 GTX


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1|Fz
>>> zum Fazit >>>

Datum: 02. Juli 2007
Plattform:
Nummer: 708
Autor: Sebastian
Aufrufe: 3250 mal gelesen


Durchschnitts-Wertung
der Shooterplanet-Redaktion

50%
Zum Fazit...

~ 6h Spielzeit
~ 20 Levels
~ 15 Waffen
~ 10 Multiplayer-Maps

+ Bezug zum Kinofilm
+ spaßiger Multiplayer

- untote Optik
- untote Effekte
- untote KI
- langweiliges Gameplay
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