Science Fiction

In ferner Zukunft kolonisiert die Menschheit Planeten, die weit entfernt von den uns bekannten Systemen liegen. In dieser Zeit lebt ein Engländer Namens Robert Wills Stone III, mit Spitznamen Blake. Nachdem er in der NAVY erfolgreich mehrere Missionen erledigt hat wird er Geheimagent und auf einen besonders kritischen Fall angesetzt. Die STAR-Institution soll nach näheren Angaben unter Leitung von Pyrus W. Goldfire geheime genetische Experimente mit außerirdischen und menschlichen Wesen durchführen. Blake soll nun in den Stützpunkt eindringen und so viele Informationen wie möglich über die Experimente finden, und wenn nötig Pyrus W. Goldfire ausschalten. Doch was ihr nicht wisst ist, dass das erst der Anfang ist...
Ego-Anfänge

Als einer der ersten Ego-Shooter überhaupt, neben Wolfenstein 3D, präsentiert sich Blake Stone mit einer etwas verfeinerter Spielweise als es noch im Genrevorreiter der Fall war.
Zur Übersicht also mal ein paar Zahlen, damit auch Neulinge einen Einblick bekommen. Im Dezember 1993 erschien das Spiel und konnte mit 66 Level verteilt auf 6 Missionen, sowie 5 Waffen glänzen, was zu diesem Zeitpunkt vollends überzeugen konnte. Dabei sind die einzelnen Missionen in je 10 Stockwerke eines Gebäudes eingeteilt und in jedem Stockwerk müsst ihr erst den Fahrstuhl wieder in Betrieb nehmen, damit ihr einen Stock hinauf fahren könnt und natürlich müsst ihr dafür erst durch das ganze Level marschieren, alle Gegner töten und, wenn möglich, alle Informanten am Leben lassen. Selbige könnt ihr übrigens nach Informationen befragen um Näheres über die Geschehnisse herauszufinden. Übrigens gibt es in allen Stockwerken zahlreiche Geheimgänge, die bei Entdeckung weitere Punkte bringen. Wer sich dabei geschickt anstellt kann auch neue Level freispielen. Im Laufe des Spiels landet ihr dann noch in einer Raumstation, einer Geheimbasis oder einer Mondstation.
Bei den Waffen gibt es eine Endlospistole mit geringem schaden, eine stärkere Pistole, ein kleines, sowie ein großes MG und einen Granatwerfer mit besonders durchschlagender Wirkung. Eine Besonderheit hierbei ist, dass die vier letzten Waffen alle die selbe Energiemunition nutzen. Wenn also eine Waffe leergeschossen ist, dann sind alle Waffen ohne Munition. Außerdem verbrauchen die stärkeren Waffen auch mehr Energie und können so nur begrenzt eingesetzt werden. Das alles gibt dem Spiel durchaus einen taktischen Schliff, auch wenn dieser durch Massen an herumliegender Munition fast schon zunichte gemacht wird.
An einen Multiplayer war zu der Zeit natürlich noch nicht zu denken, aber das schmälert den Spielspaß kaum, auch wenn man das Spiel in wenigen Stunden durchspielen kann, so wird dem Spieler das pure Grundgerüst eines jeden Ego-Shooters geboten mit dem einfachsten Prinzip, das aber trotzdem überzeugt, „schieß auf (fast) alles, was sich bewegt“.
Bitmap?

Das waren noch Zeiten, als Spielfiguren und Gegenstände aus einfachen Bitmap-Grafiken in 2D bestanden. Abgehackte Animationen, eine sich ständig wiederholende Umgebung, eine geringe Gegnervielfalt und noch mehr abgehackte Animationen. So stellt man sich einen echten Oldie vor, ohne „Eyecandy“ und ohne nutzlose Optische Finessen, die über einen schlechten Inhalt hinwegtäuschen sollen. Hier ist alles echt, auf das Nötigste reduziert und, ich glaube ich erwähnte es schon, trotzdem durchweg überzeugend.