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Bellende Hunde beißen nicht... (1)
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"Are you gonna bark all day, little doggy,
Or are you gonna bite? (Mr. Blonde)"


Für manche ist er ein Gott, für andere der letzte Abschaum der Filmgeschichte. Die Rede ist von niemand Geringerem als Quentin Tarantino. So kontrovers wie der Regisseur selbst wurde auch dessen Erstlingswerk aus dem Jahre 1992 diskutiert und be- bzw. verurteilt, denn Reservoir Dogs ist einer seiner typischen Filme. Es wird weder an den berühmten Nonsens-Dialogen noch an brachialer Gewalt gegeizt. Auch die Erzählung der Geschichte in nicht-chronologischer Reihenfolge und über Rückblenden ist eines seiner Markenzeichen. Beinahe 14 Jahre später bescheren die Entwickler bei Volatile Games uns, den Shooter-Gamern, die spielerische Umsetzung von Tarantinos Kinodebut – und ein dezentes Lächeln begleitet unsere Verwunderung, wie diese wohl aussehen mag, ja ob sie überhaupt spielbar sein kann... Lehnt Euch zurück, seid cool, denn: Every Dog has its day...


Vorwort zu Installation und Performance

Getestet wurde die UK-Fassung von Reservoir Dogs. Das Game ließ sich problemlos installieren (keine Online-Aktivierung oder CD-Key notwendig, benötigter Festplattenplatz knapp 4 GB), unschön war jedoch die ungefragte Installation des Gametools GameShadow (sucht automatisch nach Updates, Treibern etc.). Trotz mehrerer Versuche ließ sich das Spiel nicht starten, wenn das Tool von der Festplatte entfernt wurde. Als Graphikschnittstelle wird DirectX in der Version 9.0c verwendet, das sich auf der DVD befindet. Da Reservoir Dogs eine Konsolenumsetzung ist, läuft es so auch auf älteren Rechnern oder Notebooks angenehm flüssig. Hilfreich: In der Programmgruppe wird eine Verknüpfung zu den gespeicherten Spielständen erstellt, nerviges Suchen entfällt also.



Wilde Hunde – Die Film-Story

Da es für das Spiel wichtig ist, findet Ihr hier eine kurze Zusammenfassung des Film-Inhalts (von der DVD Reservoir Dogs, mehr Infos auf der Wiki-Seite):

Sechs eiskalte Gangster treffen sich in L.A., um den ganz großen Coup zu landen. Sie sind Profis, und alles, was sie voneinander wissen, sind die Code-Namen, die ihr Auftraggeber ihnen verpasst hat: Mr. White (Harvey Keitel), Mr. Orange (Tim Roth), Mr. Pink (Steve Buscemi), Mr. Blonde (Michael Madsen), Mr. Blue (Eddie Bunker) und Mr. Brown (Quentin Tarantino). Und dass sie ein gemeinsames Ziel haben: den prall gefüllten Laden eines Juweliers in der Stadt.
Der Plan scheint perfekt, aber der Job geht katastrophal schief: Wie aus dem Nichts tauchen die Cops auf. Einer der Gangster stirbt im Kugelhagel, ein zweiter geht vorübergehend verloren, ein dritter wird angeschossen. Die Gangster schießen sich den Fluchtweg frei und schlagen sich zu einem Treffpunkt – einer verlassenen Lagerhalle – durch. Es gibt nur eine Erklärung für das Misslingen des perfekten Plans: Jemand gab den Bullen einen Tipp. Einer von ihnen...




Professionals and Psychopaths – Gameplay

"You even doubt it man? I don’t think we got set up, I know we got set up! I mean, seriously, where did al those cops come from, huh? (Mr. Pink)"


Es mag schwierig erscheinen, einen Film, der hauptsächlich von seinen Dialogen und ein paar wenigen dramatischen Szenen lebt – in ein Spiel umzusetzen. Doch Knackpunkt von Reservoir Dogs sind die vielen unbeantworteten Fragen, die der Film offen ließ. Denn genau hier setzten die Entwickler von Volatile Games an: Was geschah mit Mr. Blue nach der Diamanten-Übergabe? Wie konnte Mr. Blonde entkommen? Hat Mr. Pink am Ende des Films überlebt?
zur Screenshot-Galerie von Reservoir Dogs Reservoir Dogs beginnt in der ominösen Lagerhalle, in der später auch alles enden soll. Dort wird man in einem Tutorial mit den grundlegenden Funktionen des Spiels vertraut gemacht, von denen es einige gibt. In der 3rd-Person-Perspektive steuert man den jeweiligen Gangster durch die Levelabschnitte (Springen ist leider nicht möglich), wobei zwei Vorgehensweisen möglich sind: als Psychopath oder als Professional.
zur Screenshot-Galerie von Reservoir Dogs Ersteres bedeutet schlichtweg, dass man sich schnurstracks durch alle auftauchenden Gegner ballert. Dies ist für einen Shooter recht simpel gehalten: ein Linksklick führt zum Abfeuern der Waffe, mit einem Klick rechts wird gezielt, so dass das Fadenkreuz "einrastet". Man kann also nicht mehr daneben schiessen (lässt sich im Optionsmenü glücklicherweise abwählen).
zur Screenshot-Galerie von Reservoir Dogs Der Professional ist da etwas umsichtiger: er nimmt sich umstehende Passanten als Geisel und versucht auf diese Weise, Polizisten zur Aufgabe zu bewegen. Um etwas mehr Druck zu machen, zieht man der Geisel auf Knopfdruck mit dem Pistolenkolben eins über und brüllt die Polizisten an. Legen die dann ihre Waffen nieder, lassen sie sich zu einer Wand dirigieren und schließlich unblutig ausser Gefecht setzen. Natürlich fungieren die armen Geiseln dabei auch als Schutzschild vor feindlichem Beschuss...
zur Screenshot-Galerie von Reservoir Dogs Je mehr Polizisten man um die Ecke gebracht und je mehr Geiseln erfolgreich als Druckmittel eingesetzt wurden, umso höher steigt der Adrenalinspiegel des Gangsters. Ist der Balken dann auf sein Maxiumum angewachsen, kann man auf Knopfdruck das sog. Bullet Festival auslösen: umringt von Gegner en masse zieht der Gangster seelenruhig seine Ray Ban-Sonnenbrille aus der Tasche und perforiert in Zeitlupe die beinahe hilflosen Gegner...
zur Screenshot-Galerie von Reservoir Dogs Richtig Laune macht die zweite Missionsart von Reservoir Dogs: Verfolgungsjagden im Auto. Rund ein Drittel der Levels ist man damit beschäftigt, mit Vollgas – und dennoch möglichst unbeschadet – durch die Straßen zu heizen, verfolgt von Cops in Streifenwagen und / oder Helikopter. Missionsziel ist es dabei stets einfach von Punkt A nach Punkt B zu gelangen, in einem Stück, gegen die Zeit, oder unter Verfolgung...


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Datum: 02. September 2006
Plattform:
Nummer: 599
Autor: Sebastian
Aufrufe: 2443 mal gelesen


Durchschnitts-Wertung
der Shooterplanet-Redaktion

73%
Zum Fazit...

Filmumsetzung

10 Missionen


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