Die Story
Los Angeles, 2015. Fast 20 Jahre sind nun schon seit der nuklearen Apokalypse vergangen, Seit die Maschinen die Herrschaft übernommen haben. Die wenigen Menschen, die die atomare Katastrophe überlebt haben, leben in ständiger Furcht vor den Terminatoren oder werden zur Sklavenarbeit in ihren Lagern gezwungen. Und genau da setzt die Story des Spiels an. Mit Hilfe der Resistance, einer kleinen Gruppe von Menschen, die den Widerstand gegen die Maschinen aufrechterhalten, gelingt dem Spieler die Flucht aus einem der Lager. Nur mit einem Funkgerät und einer Eisenstange ausgerüstet mußt Du Dir einen Weg durch das postapokalyptische L.A. bahnen. Finde das Hauptquartier der Resistance und zieh SkyNET, dem zentralen Netzwerk der Maschinen, endgültig den "Stecker" raus.
Gameplay - öfter mal was Neues
Wie es sich für einen klassischen Shooter gehört, startet man zu Fuß und recht mau bewaffnet. Das ändert sich jedoch ziemlich schnell. In der, für damalige Verhältnisse, optisch großartig in Szene gesetzten postapokalyptischen Umgebung finden sich nämlich allerhand Waffen und Munition. Über die handliche Uzi, dem durchschlagenden M16-Sturmgewehr, der obligatorischen Shotgun, einem Raketenwerfer und High-Tech Laserwaffen, dürfen natürlich auch Granaten und Molotowcocktails nicht fehlen. Die werden auch dringend benötigt, denn hinter jeder Ecke lauern diverse kybernetische Monster, die einem nach dem virtuellen Leben trachten. Von den aus den Filmen bekannten Jägerkillern und Arnie-Himself, dem T-800 über kleine Aufklärungsdrohnen, bis hin zu Star-Wars-Walkern ähnlichen Robotern, trifft man auf allerlei Gegner.

Doch laßt uns einfach mal mit der ersten Mission anfangen. Nachdem wir im Intro aus dem Lager der Maschinen ausgebrochen sind, werden wir nun mittels Funkgerät zum Hauptquartier des Widerstandes gelotst. Dazu sollen wir uns zum Tiki-Grand-Hotel durchschlagen (der Name sollte noch aus Terminator 1 bekannt sein) und einen fahrbaren Untersatz suchen. Die Level überraschen mit einer enormen Größe und die Tatsache, daß jedes Gebäude betreten werden kann, erweckt tatsächlich den Eindruck, einer realistischen Umgebung. Hinzu kommt, daß die Levelbegrenzung von den Entwicklern clever durch Ruinenschutt oder radioaktive Zonen umgesetzt wurde. Man stößt also nie auf eine unsichtbare "Wand", die einem am Weiterkommen hindert. Doch die riesigen Levels sind nicht das einzige, was
The Terminator: Future Shock zu einem Meilenstein des Genres gemacht hat. Viele Objekte lassen sich zerstören. Vom Schreibtisch in einem Bürogebäude, bis hin zu den Zapfsäulen einer verwüsteten Tankstelle, die mit entsprechendem Kollateralschäden explodieren. (schießt man auf den am Nachthimmel scheinenden Mond, stürzt dieser sogar hinter dem Horizont ab :-)) Doch das echte Highlight ist wohl die Tatsache, daß man als Spieler auch Fahrzeuge benutzen kann. Ganz recht. Fahrzeuge in einem Ego-Shooter. Und das bereits lange vor
Battlefield 1942 und Co. Zwar konnte man nicht selber bestimmen, ob man nun lieber laufen oder fahren will, da es in den Levels nur entweder oder gab, trotzdem lieferte dieser Wechsel ein enormes Maß an Dynamik, die man bis dato von einem Spiel selten geboten bekommen hat. Neben dem aus dem Terminator 1 - Kinofilm bekannten Jeep mit Maschinengewehraufsatz kann man auch einen erbeuteten Jägerkiller fliegen. Trotzdem bleibt das Grundprinzip des Spiels: auf alles ballern, was irgendwie metallisch aussieht. Hin und wieder muß auch der ein oder andere Schalter umgelegt werden, um ein Tor oder eine Energiebarriere zu öffnen, was aber alles in allem nicht wirklich schwierig ist. Und sollte man tatsächlich mal in Not kommen, kann man sich mit Medkits oder kugelsicheren Westen wieder fit machen.
Technik
Für 1996 war das Spiel graphisch ein absolutes Highlight. Die eigens entwickelte Xn-Gine kombinierte eine vollständige 3D-Umgebung, mit 3D-Gegnern und 2D-Sprites. Außerdem lieferte die
Engine nette Effekte wie Echtzeit-Lichtquellen oder Phong-Shading. Hinzu kam eine weitere Innovation im Ego-Shooter-Bereich, die eher einem Zufall zu verdanken war. Für den Leveleditor entwickelten die Programmierer eine Maussteuerung, die sie testweise ins Spiel übernahmen. Diese wurde so gut angenommen, daß man sie in das finale Spiel vollständig integrierte, so daß sich das Spiel auch heute noch wie ein aktueller Titel steuern läßt.

Der Sound war ebenfalls den Geräuschen aus den Filmen nachempfunden und auch auf Details, wie das Stapfen der Schuhe wurde geachtet. Nur allzu oft erwischte man sich als Spieler, wie man zurückzuckte, wenn das leise Geräusch der Servomotoren eines Terminators zu hören war. All das hatte damals natürlich seinen Preis. Ein 486DX66 mit mindestens 8 MB RAM (empfohlen 16 MB RAM) waren zum Spielen erforderlich. Für viele Zocker bereits eine fast unüberwindbare Hürde. Heute kann man darüber nur müde lächeln. Das Spielen ist aber trotzdem fast unmöglich. Unter Windows XP kriegt man es überhaupt nicht zum Laufen und unter DOS-Emulatoren, wie DosBox stürzt es mit schöner Regelmäßigkeit ab. Hier kann sich jeder glücklich schätzen, der noch einen antiken Rechner auf dem Speicher sein Eigen nennen kann.
Wir sind ein Team - Jeder kämpft für sich allein
Einen
Mehrspielerpart sucht man im Spiel vergebens. Das Spiel kommt ausschließlich mit der
Singleplayer-Kampagne daher. Das nur ein Jahr später erschienene Terminator-SkyNET, daß auf der gleichen Engine basiert, verhalf
The Terminator: Future Shock jedoch noch nachträglich zu Multiplayergefechten. So wird man bei der Installation von SkyNET gefragt, ob sich der Vorgänger ebenfalls auf der Festplatte befindet. Das komplette Future Shock läßt sich somit aus SkyNET heraus zum einen im Multiplayer spielen und zum anderen mit einer leicht aufgepeppten Graphikengine, die dann auch die 640x480er Auflösung unterstützt.