Der Egoshooter
TekWar basiert auf den gleichnamigen Romanen von
William Shatner, der seinen hohen Bekanntheitsgrad insbesondere seiner Rolle als Captain James Tiberius Kirk des "Raumschiff Enterprise" verdankt. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über einen Ex-Cop, der in der Stadt "Glama", einem futuristischen Los Angeles, jagd auf fiese Drogenbosse macht. Diese haben eine neue Droge namens "Tek" in den Umlauf gebracht - nur leider ist "Tek" keine Standard-Droge, sondern enthält ein Mittel zur Gedankenbeeinflussung und stellt somit eine große Gefahr für die Sicherheit der großen Stadt dar. Das Spiel bietet insgesamt sieben Missionen, an deren Ende jeweils einer der "TekLord" genannten Drogenbosse als Endgegner auf den Spieler warten.
TekPlay
TekWar spielt sich wie viele andere 08/15-Shooter, schneidet aber bezüglich des Gameplays in einigen Punkten schlechter ab als die damalige Konkurrenz. Beispiel: Sobald der Spieler seine Waffe auf Zivilisten richtet, eröffnen anwesende Polizisten das Feuer auf ihn. Wenn Gegner jedoch wild mit ihren Pistolen herumfuchteln, reagieren die Polizisten überhaupt nicht. Davon abgesehen lassen sich Zivilisten problemlos abmurksen – ohne Konsequenzen für den Spieler.
Ein weiterer Knackpunkt ist die Tatsache, dass jedes Level wie das vorherige aussieht und sich ebenso gleich spielt. Auch bezüglich der gegnerischen Einheiten wird nur wenig Abwechslung geboten: Neben den TekLords treten noch TekGoons, Kamikaze-Androiden und eben Polizisten auf den Plan. Die KI ist hierbei erschreckend schwach und kann gut mit
Wolfenstein 3D verglichen werden.
Noch ein Wort zu den verfügbaren Waffen: Gekämpft wird mit Energiepistole und Maschinengewehren, einer EMP-Kanone und eben so typischen Dingen wie Raketen- und Flammenwerfern. Solide Shooterkost, aber nichts was uns den Atem raubt.
Build me up
TekWar wurde mittels der Build Engine von
Ken Silverman (siehe auch:
Kens Labyrinth) realisiert, welche darauffolgend auch in berühmten Klassikern wie
Duke Nukem 3D und
Blood zum Einsatz kam.
Es war das erste Build-Spiel überhaupt und konnte schon früh einige der Dinge, die für nachfolgende Spiele ein Muss wurden: Spiegelnde Oberflächen, Aussenlevel, bewegliche Fahrzeuge, Springbrunnen – all dies präsentiert in zeitgemäßer 640x480 Auflösung. Lachhaft heute, damals cool.

Die Screenshots zeigen jedoch ziemlich deutlich, weswegen
TekWar nicht halb so erfolgreich wurde wie die weiter oben erwähnten Spiele von
id-Software und
Monolith Productions: So sorgen schon für die damalige Zeit unglaublich eckige Modelle, schrecklich animierte Spielfiguren (natürlich allesamt zweidimensionale Sprites) und Gebäude wie aus Pappe ausgeschnitten für ein visuelles Trauerspiel. Und obgleich teils eine ansehnliche Menge von Einheiten gleichzeitig auf den Maps herumwuseln, wirkt jedes Level steril und leblos.
Und sonst so?
Basierend auf
William Shatner Büchern gibt es eine kleine TV-Serie (deutscher Titel: "Tek War – Krieger der Zukunft") und insgesamt vier US-Fernsehfilme. Wer mehr über Shatners Werke erfahren möchte, kann dies
hier tun.