
Bereits Anfang März konnten wir über die erste Kuriosität berichten.
Vietcong-Entwickler Illusion Softworks
kündigte ein kostenloses AddOn für den 2003 erschienenen Vietnamkriegsshooter an. Aus dem Titel Blue Dusk wurde zwar
Vietcong: Red Dawn, doch beim versprochenen Inhalt ist es geblieben. Es gab eine neue Singleplayerkampagne, zusätzliche Mehrspielerkarten und einen
Co-op-Modus. Und das alles für umsonst. Früher war halt wirklich alles besser…

Weiter ging es mit neuen Infos rund um den Tropenshooter
Boiling Point: Road to Hell. Zum Einen wurde der 19. Mai 2005 als Releasetermin bekanntgegeben, der dann auch fast punktegenau eingehalten wurde (Release war dann tatsächlich der 20. Mai 2005), zum Anderen
verpflichtete man für das Spiel Mumiendarsteller und Kojakimitator
Arnold Voslo. All der Aufwand brachte dennoch nicht den großen Erfolg und das Spiel erhielt am Ende eher mäßige Kritiken. Um den zweiten Teil
White Gold: War in Paradise, dessen Veröffentlichung für dieses Jahr terminiert ist, ist es seit 2008 im Übrigen auch relativ still geworden. Ob das ein gutes Zeichen ist…?
Ebenfalls im März konnte man eine Abwanderung von Strategiespielern ins Shooterlager verzeichnen. Grund dafür muss wohl der Mitte März 2005
vorgestellte Taktik-Kriegsshooter
Commandos: Strike Force gewesen sein. Nachdem die ersten drei Teile der Serie in einer Iso-Perspektive gespielt wurden, sollte man nun zum ersten Mal in die virtuelle Haut von drei britischen Spezialeinheiten schlüpfen. Grafisch durchaus ansprechend, sollten sich jedoch Ungereimtheiten in Sachen Steuerung und Gameplay summieren, so dass der Zugewinn an Shooterspielern wohl in einer überschaubaren Anzahl lag.

Im Jahr 2005 erschien außerdem
Call of Duty 2. Ein gelungener 2. Weltkriegs-Kracher, dessen PC-Release allerdings im März 2005 noch ungewiss war. So
verkündete Publisher
Activision, dass die Entwickler vorerst nur an der Konsolenversion des Spiels werkeln würden und es noch nicht einmal sicher sei, ob und wann eine PC-Fassung in die Regale kommen würde. Nachdem der Schreck in der PC-Gemeinde groß war, konnte dann allerdings bald danach aufgeatmet werden und am Ende erschien das Spiel für den PC sogar noch 20 Tage vor der Xbox-Version. Die Retourkutsche gab es dann ein Jahr später mit
Call of Duty 3, welches es nie auf den heimischen Rechenknecht geschafft hat.

Doch das konnte den geneigten PC-Spielern auch egal sein, denn die große Spielerevolution sollte es nämlich Mitte 2005 auf dem PC geben. So
versprachen es im März zumindest die Macher von
Bet on Soldier: Blood Sport. Mit einem ausgeklügelten Wettsystem, sollte es möglich sein, die Finanzen in der Singleplayerkampagne aufzupeppen und sich so upzugraden. Hätte man als Spieler übrigens gewettet, dass das Spiel bugfrei released wird, hätte man haushoch verloren. Bereits am Tage der Veröffentlichung wurde ein 800 MB schwerer Patch bereitgestellt, der zahlreiche Fehler ausmerzte. Ein Trend, dem immer mehr Spiele folgten. Qualität geht anders…
Doch es gab auch Schönes zu
berichten. So schlugen vermutlich alle Sci-Fi-Fans Purzelbäume, als am 9. März 2005 ein EgoShooter im Stargate-Universum angekündigt wurde. Die ersten Screenshots sahen vielversprechend aus und auch die Ingamevideos konnten überzeugen. Umso größer war dann die Enttäuschung, als Ende 2006 das endgültige Aus von
Stargate SG-1: The Alliance verkündet wurde. Wieder ein Spiel, das nie ein Mensch zuvor gesehen hat…
Was der Mensch allerdings definitiv im März zu sehen bekam, waren erste Details zu
Postal III. So wurde eine
verworrene Story um eine Atombombenexplosion, die amerikanischen Präsidentschaftswahlen und um Taliban und Ökoaktivisten vorgestellt, die vermutlich nur wieder den Rahmen für eine Postal-typische Gewaltorgie sein wird. Der Release ist nach wie vor für 2010 angepeilt, doch auch bei diesem Spiel wäre eine Verschiebung nicht die erste…

Und dann zu guter letzt noch eine
Info des März 2005 aus der Rubrik „Ankündigungen, die wohl niemals wahr werden“. So wurde Ende März noch eifrig bestätigt, dass die Verfilmung der Spieleserie
Rainbow Six auf Hochtouren läuft – in den Kinosälen dieser Welt, ist davon allerdings bis heute wenig zu sehen.
Na warten wir mal ab, ob im Aprilrückblick eventuell das Dementi kommt…